September 2025 – Ruhelose Beine rauben Ihnen den Schlaf?
Sie möchten entspannen oder schlafen, doch Ihre Beine kommen einfach nicht zur Ruhe? Es „kribbelt“, „zieht“ oder schmerzt – und nur Bewegung verschafft kurzfristig Linderung? Dann könnte das sogenannte Restless-Legs-Syndrom (RLS) dahinterstecken.
Was ist das Restless-Legs-Syndrom (RLS)?
Das Syndrom der ruhelosen Beine ist eine neurologische Erkrankung, bei der ein starker Bewegungsdrang in den Beinen (seltener auch in Armen oder Brust) auftritt – vor allem in Ruhephasen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und sogar Kinder können daran erkranken.
Menschen mit RLS schlafen oft schlecht, sind tagsüber erschöpft, gereizt oder unkonzentriert. Selbst Alltagssituationen wie lange Autofahrten oder Kinoabende werden zur Herausforderung.
Mögliche Ursachen für RLS
Die genauen Auslöser sind nicht immer klar. Zu den bekannten Ursachen zählen:
- Eisenmangel
- Nierenerkrankungen
- Nervenschäden oder Gelenkerkrankungen
- Schwangerschaft (oft vorübergehend)
- Bestimmte Medikamente, z. B. gegen Depressionen oder Übelkeit
In vielen Fällen ist RLS familiär bedingt. Wenn nahe Verwandte ebenfalls betroffen sind, steigt das eigene Risiko deutlich.
Wie wird RLS festgestellt?
Ein ausführliches Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und eine körperliche Untersuchung reichen oft aus. Zusätzlich wird meist das Blut untersucht – insbesondere auf Eisenwerte (Ferritin) und die Nierenfunktion. In unklaren Fällen kann ein Aufenthalt im Schlaflabor oder ein kurzer Medikamententest (Diagnosegabe) helfen.
Was Sie selbst tun können – Tipps aus der Praxis:
Viele Betroffene haben gute Erfahrungen mit folgenden Maßnahmen gemacht:
- Auf ausreichende Eisenzufuhr achten (Vitamin C verbessert die Aufnahme)
- Wechselduschen, Beinmassagen, Dehnen oder Fußbäder ausprobieren
- Feste Schlafzeiten einhalten, abends Stress, Koffein, Alkohol und Nikotin vermeiden
- Beschwerden immer mit Ihrem Arzt besprechen
- Austausch mit anderen in Selbsthilfegruppen kann entlasten